Nach dem letzten Karfreitag : Donauschwaben: VON DER BEFREIUNG IN DIE FREIHEIT

Johannes Toth

Karsamstag 1945 wurden alle verbliebenen deutschsprachigen Bewohner des Dorfes Kernei aus ihren Bauernhausern vertrieben und in die Internierungslager in Krusevlje und Gakowo gesteckt. Das Schicksal der als Donauschwaben bezeichneten Volksgruppe war besiegelt. Die Internierungslager wurden zu Vernichtungslagern, in denen viele den Hungertod erlitten. Nach dem letzten Karfreitag erzahlt die Erlebnisse des damals jugendlichen Toth-Opa. Es ist die Geschichte eines Sechzehnjahrigen, der alles verloren hatte - mit vier Jahren seine Mutter und am Karsamstag 1945 sein Zuhause - und der mit Waghalsigkeit, nein: mit Todesmut, das nackte Leben rettete. Die Geschichte des jungen Toth-Opa soll vor allem Friedensmahnmal und Friedensbeitrag sein.